eine Zeitreise
von Thomas Reinhard
306 Seiten mit zahlreichen Fotos
Es war nach Flemings immerwährenden Party an der Einschlagstelle, als Papillon, Flamingo und andere verrückte Vögel auf der Kuppe landeten. Es war die Zeit, als der Rhöngeist wieder erwachte, der Wind frisch und wild war, und die am Fliegerdenkmal versammelten alten Adler sich mit feuchten Augen der Jahre erinnerten, als der wilde Geselle auch ihnen ins Gesicht blies.
Für zwei Brüder wird der Traum vom freien Fliegen Wirklichkeit. Sie lernen, sich von der Erde zu lösen, bauen sich ein eigenes Fluggerät und bereisen - ihre Gleiter auf dem Dach eines alten Feuerwehrautos verzurrt - die Drachenfluggebiete Europas. Sie tummeln sich im Starkwind der britischen Insel, segeln über den Dünen von Arcachon und starten mit ihren englischen Freunden von den Picos de Europa.
Im zweiten Teil seiner persönlichen Fliegergeschichte, die zugleich eine Geschichte der Drachenflugentwicklung ist, erinnert der Autor an den Flugpionier Otto Lilienthal und seine Vision vom völkerverbindenden Fliegen. Er fragt nach der Mitverantwortung des Fliegers und Menschen für sich und seinen Planeten: "Was bringt es, wenn wir wie die Adler um die Welt fliegen und bei der Rückkehr feststellen müssen, daß unser Horst zerstört und unser Land verbrannt ist?" Natodoppelbeschluß, Saurer Regen und Tschernobyl: der Einsatz für Frieden und Umwelt verlangt Mut und Leidenschaft wie das Fliegen.
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